EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Kaisersesch von der Gleisseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
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Bahnstation Kaisersesch Bahnstation Kaisersesch
Bau und Streckeneröffnung Die 94,2 Kilometer lange „Eifelquerbahn“ bauten zwei beteiligte Bahngesellschaften in mehreren Teilstrecken. Das erste 14,58 Kilometer lange Teilstück zwischen Andernach und Niedermendig (heute Mendig) wurde noch von der Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) am 1. April 1878 in Betrieb genommen. Der letzte 70,69 Kilometer lange Abschnitt von Mayen Ost bis Gerolstein der Königlich Preußische Staatseisenbahnen (K.P.St.E.) und damit die Gesamtstrecke ging am 15. Mai 1895 in Betrieb. Das Empfangsgebäude Kaisersesch Der traufenständige, zweistöckige Putzbau mit Satteldach und dekorativ verzahnter Buntsandsteingliederung an den Gebäudekanten war ein variierter Typenbau von 1894. Er besaß zwei einstöckige Anbauten mit Satteldächern. Im östlichen Anbau war ein Güterschuppen untergebracht. Die Fenster mit Segmentbogen hatten Rahmen aus Buntsandstein. Im Erdgeschoss befand sich ein Wartesaal mit Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie weitere Diensträume. Im Obergeschoss lag die Wohnung des Bahnhofsvorstehers. Später wurden die Anbauten erweitert. Im westlichen Anbau befand sich eine Bahnhofsgaststätte. Hinter ihm war ein verputzter, zweistöckiger Bahnhochbau mit einstöckigem Anbau entstanden, dessen Gebäudekanten ebenfalls eine dekorativ verzahnte Bruchsteingliederung hatte. Weitere Streckeneröffnungen, Ausbauten oder Änderungen 1903 erhielten die „Haltestellen“ der Eifelquerbahn auf dem Hausbahnsteig einen auffällig breiten, rundum verglasten Stellwerksanbau aus Bruchstein, der mit einem einstöckigen Anbau an der Gebäudewand verbunden war. Am 13. Januar 1991 wurde der Personenverkehr zwischen Gerolstein und Mayen West eingestellt und das Stationsgebäude verkauft. Der neue Besitzer sanierte das Empfangsgebäude, dabei wurde der Güterschuppen abgerissen und der westliche Anbau um ein Stockwerk erhöht. Der Güterverkehr zwischen Ulmen und Kaisersesch endete am 1. Januar 1998 sowie zwischen Gerolstein und Ulmen am 28. Mai 2000. Der Bahnhof war damit ab dem Jahr 2000 Endstation der „Eifelquerbahn“. Ab April 2008 sanierte die Deutsche Bahn AG (DBAG) den Bahnhof umfassend. Was hat sich verändert, was ist geblieben Das Empfangsgebäude ist nur noch durch den markanten Stellwerksanbau erkennbar.
Planung und Konzession 455,0
Bahnhof Litho von 1897
Luftaufnahme
Bilder Kaisersesch
Bahnhof Litho von 1897 Eifelquerbahn Andernach Gerolstein