EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Köln Süd von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2021 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten

Bau und Streckeneröffnung

Der Bahnhof liegt an der heutigen „linken Rheinstrecke“, die am 15. Februar 1844 von der Bonn-Cölner Eisenbahn-Gesellschaft (BCE) eröffnet wurde. Die Bahnstrecke führte damals jedoch direkt vom Bahnhof Cöln-Pantaleon nach Brühl und weiter nach Bonn. Erst während der Bauarbeiten am Centralbahnhofs Cöln wurde am 5. und am 15. Dezember 1859 eine 4,4 und eine 1,80 Kilometer lange Verbindungsbahn westlich der alten „linken Rheinstrecke“ hergestellt.

Das Empfangsgebäude Köln-Süd

Der erste Bahnhof wurde nach dem Vorbild der Berliner Stadtbahn nach Plänen der Eisenbahnarchitekten Dircksen und Below gebaut. Im Zuge der Höherlegung der Ringbahnlinie im Jahr 1891 nach Bonn wurde er auf dem Bahndamm entlang des inneren Festungsgürtels verlegt. Dabei entstand das Stationsgebäude Cöln Süd. Es ist anzunehmen, dass sich die Schalterhalle mit Wartesälen, Fahrkarten- und Gepäckschalter (wie heute) unterhalb der Gleise im Bahndamm befanden und die Bahnsteige mit einer Bahnsteighalle (wie in Köln West) überspannt waren. Der Bahnhof gehörte 1938 zur Rangklasse II.

Weitere Ausbauten oder Änderungen

1896 wurde der Bahnhof um den Güterbahnhof Köln Bonntor erweitert. 1910 wurde die Umgehungsbahn eröffnet. Bis 1914 hieß der Bahnhof Cöln Süd. 1919/20 benannte die Deutsche Reichsbahn (DR) den Bahnhof in Köln Süd. Der Bahnhof wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört.

Das zweite Empfangsgebäude

Ein in den Bahndamm eingebautes neues Gebäude ersetzte 1955 das alte Stationsgebäude. Der eingeschossige Putzbau wurde mit seinem erhöhten, verglasten Mittelteil als segmentbogiger Risalit (ein Bauteil, das aus der Fassade vorspringt), errichtet. Die gläsernen Eingangstüren waren mit Messingprofilen eingefasst. Eine runde Uhr über dem Eingang weisen das Gebäude als typischer 1950er-Jahre Bau aus. Die Schalterhalle war mit Kunststeinplatten in Gelb und Grau verkleidet. Seitlich der Eingangshalle befanden sich ein Warteraum, Fahrkarten- und Gepäckschalter. Über einen kurzen, die Breite ausfüllenden Treppenaufgang gelangten die Reisenden auf ein Plateau, von dem links die Treppen zum überdachten Mittelbahnsteig führten. Auch auf den Bahnsteigen wurde der Baustil beibehalten. Die Treppenüberdachungen besaßen Seitenwände mit einem klotoiden Krümmungszuwachs (siehe Fotoimpressionen) mit eingelassenen kreisrunden Fensterluken.

Weitere Ausbauten oder Änderungen

1949 entstand ein Stellwerksbau im Bahnhof. Im Juni 2020 begannen umfangreiche Sanierungen im Bahnsteigbereich für den Rhein- Ruhr-Express (RRX). Dabei wird ein Bahnsteigdach modernisiert und drei Weitere erneuert.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Leider gibt es keine bekannten Abbildungen und kaum Beschreibungen des Bahnhofs von 1896. Das Empfangsgebäude von 1955 steht in Teilen unter Denkmalschutz.
Bilder Köln Süd
Luftaufnahme
Linke Rheinstrecke Köln Hbf Mainz Hbf Bahnstation Köln Süd Bahnstation Köln Süd Planung und Konzession