EINE DOKUMENTATION
Ansicht der Bahnstation Kreuztal-Littfeld von der Straßenseite aus gesehen © Copyright 2000 - 2020 Burkhard Thiel Alle Rechte vorbehalten
Bahnstation Kreuztal-Littfeld Bahnstation Kreuztal-Littfeld

Bau und Streckeneröffnung

Am 6. August 1861 eröffnete die Bergisch-Märkische Eisenbahn- Gesellschaft (BME) den Streckenabschnitt der Ruhr-Sieg Strecke von Altena (Westfalen) nach Siegen. Die ungünstige Streckenführung und die finanzielle Lage der BME sorgten dafür, das Littfeld nicht ans Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Da sich in Littfeld mehrere Zechen angesiedelt hatten, wurde nach weiteren schriftlichen Eingaben 1875 eine Haltestelle genehmigt. Erst 1885 wurde ein Wohnhaus mit zwei Dienstwohnungen rechts vor dem Bahnübergang und ein Schrankenwärter-Häuschen gebaut. Dazu gesellte sich auch ein Wartehäuschen. Um 1900 musste die Gleisanlage erheblich erweitert werden, da neben den Gruben auch ansässige Industrieunternehmen einen Gleisanschluss benötigten. Dafür waren umfangreiche Erdarbeiten notwendig. An einem Freiladegleis wurde ein Kran speziell für die Holzverladung installiert.

Das Empfangsgebäude Kreuztal-Littfeld

Ein Stationsgebäude im Heimatstil wurde 1912 in Betrieb genommen. Es war ein verschiefertes Gebäude mit zwei Stockwerken und hohem Mansardendach. Zur Bahnschranke hin gab es einen einstöckigen Anbau mit schrägem Dach aus Schiefer für das Stellwerk. In Richtung Hagen war ein weiterer Anbau mit Mansardendach sowie ein separater Abort aus Fachwerk errichtet worden.

Weitere Änderungen und Ausbauten

Um 1900 wurde in Richtung Kreuztal neben der Schrankenanlage ein Personentunnel angelegt, der zum versetzten Außenbahnsteig führte. Die Treppenabgänge hatten einen Wetterschutz. Direkt daneben entstand ein Güterschuppen mit Rampe, der schräg zum Empfangsgebäude verlief. Hier gab es ein Anschlussgleis zur Grube Viktoria und zwei Abstellgleise, davon eins mit einer Gleiswaage. Zwei weiterführende Gleise verliefen zur schmalspurigen Grubenbahn. 1912 installierte die Bahn im kleinen Anbau ein Stellwerk. 1963 tauschte die Deutsche Bundesbahn ein modernes Stellwerk gegen das Alte aus, das bis 2008 in Betrieb war. 1971wurde nach einem Wohnungsbrand das Obergeschoss samt Dachstuhl zerstört. Danach erhielt das Erdgeschoss ein neues, flaches Satteldach. 1982 mietete der Verein Eisenbahnfreunde Littfeld e. V. den ehemaligen Wartesaal an. 2009 erfolgte die Umbenennung des Bahnhofs in Kreuztal-Littfeld.

Was hat sich verändert, was ist geblieben

Dem Stationsgebäude blieb durch die Anwesenheit des Eisenbahnklubs der übliche Vandalismus sowie das Sprühen von Graffiti erspart.
Planung und Konzession Hagen - Haiger Hagen Hbf Haiger
Bahnhof von 1912
Luftaufnahme
Bilder Littfeld
Bahnhof von 1912 PANORAMA
362,0
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